SBB-Unterführung Landikon

Jahr
2002
Bauherr
Tiefbauamt Kanton Zürich / SBB
Architekt

Die rund hundertjährige, aus Naturstein erstellte Unterführung unter dem Damm der SBB-Strecke Birmensdorf–Bonstetten musste abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser gründet auf dem bestehenden Natursteinfundament und ist in monolithischer Stahlbeton-Bauweise mit Voutendecke ausgebildet. Die Unterführung ist inkl. Flügelmauern ca. 45 m lang, ca. 9 m breit und ca. 7 m hoch. Die Tiefe der Baugrube ab Dammhöhe betrug rund 15 m. Das Bauwerk wurde so bemessen, dass der Damm für eine zweispurige Linienführung verbreitert werden kann.

 

Der Ersatzbau musste unter ständigem Bahn- und Strassenverkehr erfolgen. Daher wurde in einer Nacht eine rund 12 m lange SBB-Hilfsbrücke als Bauprovisorium erstellt. Die Spundbohlen (20 m) des Baugrubenabschlusses wurden dabei mithilfe eines speziell angefertigten Jochträgers aus Stahl direkt als Brückenauflager verwendet. Die geodätischen Messungen der Gleis- und Dammüberwachung ergaben keinerlei unzulässigen Setzungen oder Deformationen des Systems aus Hilfsbrücke und Baugrubenabschluss.

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